Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachtsgeschenk

Das einzige selbstgenähte Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr von mir war schon im September fertig. Es ist für meine Mama. Der Tischläufer hat eine Breite von ca 60 cm und eine Länge von ca. 160 cm. Er entstand aus einem Stoffprobenheft, was mir mein Quiltshop meines Vertrauens mal mit in die Tüte gelegt hatte. Eine schöne Farbpalette, im Batikstil....nicht so mein Stil, aber bei ihr passt der wundervoll auf alle Tische. Mit dem Farbverlauf bin ich ganz zufrieden. Die Anordnung ist nicht so ganz gelungen.....ich habe aber noch so ein Stoffbüchlein und nen zweiten Versuch ;o) Sie bekommt den Proto morgen und ich weiß, sie hat heute keine Zeit mehr ins Netz zu schauen....puuuhhhh! Geschafft. 



Der letzte Creadienstag vor Weihnachten...es wird spannend :o)

Donnerstag, 18. Dezember 2014

SchoggingAnzug



Kitsch ist etwas, was man hübsch findet und sich dafür schämt....also daß man es hübsch findet UND für den Kitsch an sich....daher können auch Filme etc kitschig sein. Ein bisschen kitsch gehört einfach zu Weihnachten.

Das WeihnachtsKitschKleid ist so etwas wie mein pink Jogginganzug....NIEMALS einen PINK Jogginganzug, ich schwöre!!! Obwohl ich aus Marzahn bin *gacker* echt! ......Es ist fürs Baum schmücken am 23.12. entstanden und für den 3. Weihnachtsfeiertag, der erfahrungsgemäß auf dem Sofa zelebriert wird...höchstens mal unterbrochen von einem kleinen Spaziergang zum Bäcker, frische Brötchen zum Brunch, ein MUSS!  

Wenn man Männern die Kamera in die Hand drückt. auweia...dieser kuhäugige Blick. aaaahh. Müßt ihr jetzt durch :o) Ein lebkuchenbraunes Sweatshirtkleid mit Raglanärmeln (Schnitt ist zusammengefrickelt) knielang. Stilecht mit cremefarbener Zackenborte drapiert....die hätte etwas breiter sein können, egal. Die Ilex Stickerei von mir, das Sprücheherz von UrbanThread....aber später drauf gesetzt. Das ist mir erst eingefallen, als es schon fertig war. Ein Schleifchen am Saum, dort, wo die Zackenlitze aufeinander trifft und endlich diesen schönen alten Knopf verarbeitet. 

Dazu gibt es stilecht beerenfarbene Thermoleggins und Strickstrümpfe vom Schwiegertiger. Ich trag das wirklich nur zu Haus, keine Angst :o) Zum letzten RUMS vor Weihnachten....habt ihr auch was für euch gezaubert oder seid ihr noch an der GeschenkeFront?? 


Dienstag, 16. Dezember 2014

Weihnachtspost

 Echte Kärtchen, Briefe und kleine Nettigkeiten via Post versendet, irgendjemand muss dieses Unternehmen ja unterstützen :o)....gehören zu Weihnachten, Ich mag das gerne. Die ersten Karten und Päckchen sind schon angekommen. Und auch ich bin gerade dabei, die Weihnachtspost fertig zu machen....mir fiel dieses Jahr nichts gutes ein, auf Instagram hab ich das kurz gezeigt. Es gab sooo tolle Ideen hier im BloggerWunderland : genäht, getapedgestempelt, gezeichnet, mit Gold laminiert....wunderbare Sachen. (Wer mit dieser Verlinkung zu seinem Blog nicht einverstanden ist, meldet sich bitte.) Meine sind einfach aus den Resten der Utensilos entstanden. Schrift aufgedruckt, fertig....von Hand später noch etwas Schnee getupft und dann war ich ganz zufrieden.

Die Idee vom Tannenbaumregal aus alten RibbaRegalen vom Schweden stammt von Pinterest. Eine schöne Idee, jede einzelne Weihnachtskarte wird wundervoll präsentiert. Solange noch nicht so viel Post da ist, kommt Weihnachtsdekokrams und die alten Holzkreisel drauf....die machen sich ganz gut als kleine Tannenbäumchen.


Das Projekt erklärt sich von alleine, oder? Auf einer Grundplatte (70cm x 100cm MDF 18mm) die zurecht gesägten RibbaRegale anschrauben. Alles hübsch weiß lackieren.... habe im Baumarkt einen neuen ganz matten Weißlack von Alpina gefunden. Der ist nicht schlecht!! Die Platte mit drei starken Schrauben und zwei starken Kerlen, die Platte ist echt schwer, an der Wand befestigen.
Mein Beitrag zum Creadienstag.
Zum ersten mal bei Geschwistergezwitscher (Machen, nicht pinnen.)....darf ich das dann trotzdem noch pinnen ? *grübel*
Bei Sissi gibts ne WeihnachtsdekoLinkparty.....LinkOverkill heute, verzeiht!

Machts hübsch ihr Lieben!!! :o)

Freitag, 12. Dezember 2014

In der Weihnachtsbäckerei....

 ...wirds mir schnell zu bunt, zu laut, zu viel. Spätestens, wenn die ZuckerperlendekoMasse auf dem Keks die Teigstärke überschreitet, krabbelt meine Toleranzgrenze unter den Tisch und meine Kinder verschwinden ganz schnell aus der Küche. Bitter für die armen Kerle. 

Dann bekomme ich erstmal einen true fruits Smoothie zur Entspannung....der KürTeil auf den Flaschen trägt das Seine dazu bei. An dieser Stelle empfehle ich, diese Flaschen nicht in der Öffentlichkeit zu lesen. Lachanfälle in der U-Bahn sind für Mitreisende irreführend. Mir fällt es echt schwer, diese Flaschen einfach in den Glascontainer zu werfen und so kamen true fruits in diesem Herbst freundlicherweise mit richtig netten Aufsätzen für die leeren SmoothieFlaschen um die Ecke.  Haben wollen.... meins. Direkt mal für die Weihnachtsbäckerei probiert........

Zunächst habe ich jedoch einen breiten Streifen auf den Flaschen mit WashiTapes reserviert und die Flaschen mit mattschwarzer Sprühfarbe überzogen. Streifen abziehen und mit buntem DekoKram füllen. Schön grafisch. Der Keramikbrand scheint noch etwas durch, ist aber sehr schön geworden, genau so. Wer mag, kann noch diverse Weihnachtsliedtexte mit farbigem Edding auf die Flaschen schreiben. So lernen dann auch mal die Großeltern die "Weihnachtsbäckerei" und die lieben Kleinen ALLE Strophen von "Oh Tannenbaum" :o) 

Natürlich kann man die Flaschen auch einfach so upcyceln mit einem guten Metallbohrer, gaaanz gründlichem nachschleifen und polieren. Die originalen Aufsätze sind jedoch einfach eine SAUBERE LÖSUNG!!! Die Streuer sind für sehr kleine Körnungen gedacht, da passen nur die ganz kleinen Perlchen durch. Mit den Gießern dosieren selbst meine Jungs den Zuckerkram in Maßen....Sehr schön! Alle zufrieden :o) Dankeschön true fruits....mehr davon!



Nach Weihnachten werden die Flaschen ihre originalen Verschlüsse wieder bekommen und ich werde mit den coolen Aufsätzen eine Menage mit Essig,Öl, Pfeffer und Salz für den Esstisch bestücken. Vorfreude im Advent. Lalalaaa....

Machts euch hübsch, ihr Lieben!!!

PS.: Ich bedanke mich bei der Firma true fruits für die hammerleckeren Smoothies in PET-freien Flaschen, für Lachanfälle in der U-Bahn und für die freundliche Zusammenarbeit!!

Dienstag, 9. Dezember 2014

Meine WeihnachtsLaune...


....ist immernoch Pink und grün und rot gepunktet, zuckerstangensüß und PfefferminzteeLecker. Das Thema mag ich zu gerne in meiner bunten Küche. An Weihnachten darf das :o)  ....aber nur in der Küche.

Weihnachten ist das Fest der Familie......Freunde kommen daher vorher immer wieder mal die Adventszeit hindurch zum Frühstück. Ich liebe es, den ganzen Tag zu frühstücken, dekadent :o) Ab jetzt gibt es einen riesengroßen Brotkorb und einen Sack für Mandarinen oder Nüsse. Passend zum Adventskalender vom letzten Jahr habe ich drei Utensilos genäht....zugegeben, die lagen zugeschnitten in einem Kistchen, weil ich sie letztes Jahr einfach nicht mehr rechtzeitig fertig bekommen habe. Die Weihnachtsbäumchen sind mit Fliesofix fixiert und mit einer einfachen Naht appliziert. Das ZuckerstangenMädchen gibts bei Urban Threads. Die Utensilos sind mit aufbügelbarem Vlies verstärkt (H630) und haben innen ein Wachstuchfutter bekommen, fix abgewischt. Saubere Sache :o)
Auch wenn in nächster Zeit noch ein paar Weihnachtspost kommen hier auf dem Blog, bin ich jedoch fast schon durch und geniiiieeeeße diese Zeit, die ich mit einem heißen Getränk in der Hand auf dem Weihnachtsmarkt mit lieben Freunden verbringen darf. Sogar Plätzchen backen macht dieses Jahr richtig Spaß, die Kinder machen das fast allein :o) Ich stehe nicht unter dem Druck, Geschenke fertig bekommen zu wollen denn: dieses Jahr gibt es einfach nix, für niemanden....nicht sauer sein, hab euch trotzdem lieb, lieb, lieb!!! 
Heute gibt es beim Creadienstag vermutlich eine große Adventsfeier mit coolen Ideen!!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Oh TannenBäumchen.....

 Mein Internet war gestern kaputt, daher reiche ich heute mein DIY-Upcycling-Projekt nach : Im Sommer war ich bei meiner lieben Tante in Berlin zu einem illustren Stricktreffen eingeladen. Bezaubernde Damen, ordentlich Eiskaffee und wunderhübsche Wolle, ein schöner Nachmittag! Obwohl ich nicht stricken kann, wurde ich als häkelndes Beiwerk akzeptiert :o)  Ich bat vorneweg meine Tante darum, in der Runde nach grünen Wollresten zu fragen ....und bekam eine große Tüte voll damit. Ich bedankte mich artig mit ein paar selbstgenähten Kleinigkeiten, alle waren zufrieden und ich staunte über die vielen schönen Wollreste.
Es war schön bei Euch, Ladies!!
Dankeschön!!!

Die Idee zu diesen Bäumen kam von Pinterest. Dort habe ich einen Kranz in der Machart gesehen. Und so habe ich gearbeitet : Die Wolle stramm über ZeitungspapierKnuddel wickeln. Einen Ast in ein Gefäß stellen und Beton, Zement, Gips o.ä. auffüllen. Oben um den Ast eine schmale Baumform mit Zeitungspapier und Wolle wickeln. Die Wollknäule mit Heißkleber daran befestigen, dabei die losen Wollenden mit fest kleben. Ich habe die größeren im unteren Bereich angeordnet und bin nach oben hin kleiner geworden. Beton mit Moos abdecken. Fertig.
Die Wolle ist nach den verschiedenen Tonwerten geordnet: die warmen Töne am großen Baum im TerracottaTopf. Den bekam besagte Tante gestern zum Geburtstag....Happy Birthday, nochmals auf diesem Weg :o)

Der große Baum im Zinktopf besteht aus den grauen Grüntönen, mein Favorit. Die Lichterkette ist nicht mehr dran....die war echt komisch. Zur Zinklaterne passt der ganz gut. Zusammen mit Bambi (Depot) steht der im Wohnzimmer und beeindruckt Besucher :o).....der kleine Baum wird vielleicht auch noch in andere Hände wandern. Mal sehen.




Damit bin ich heute Nachzügler beim Creadienstag, bei Ninas Upcycling-Projekt im Dezember und bei Kerstins Lady-DIY. 

Machts hübsch, ihr Lieben!!!

Ps. Aufgrund der Netzproblematik habe ich eure letzten lieben Kommentare noch nicht beantworten können. Entschuldigt bitte, ich geb mir Mühe....oder bleibe wieder bei all euren schönen Ideen und Posts hängen, hachz....


Dienstag, 25. November 2014

Ein gaaaanz fixer DIY-Adventskalender mit Anleitung.

Der last-minute Adventskalender für die Mama.....mit kleinem Bildertutorial. Habt ihr bestimmt fast alle schonmal gebastelt....ich hatte so Spaß an den Bildern. Da müßt ihr jetzt durch :o) 

Die Grundlage bilden alte Buchseiten....es gibt Bücher, die gehören ins Regal und andere in den Müll. Vorher kann man aber noch was draus basteln :o) ....alternativ geht das auch mit dem alten IKEA-Katalog, dem moskauer Telefonbuch oder der Betriebsanleitung des Autos, daß ihr schon vor 10 Jahren zum Schrottplatz gefahren habt. Der Tee ist optional, Glühwein oder Kaffee geht auch.....die Kerze muss aber sein, zum Bänder absengen, damit sie nicht ausfransen. Die Verschlüsse funktionieren auch noch einfacher mit Washi-Tape und Zahlen gibt es in jeglichen Varianten fertig zu kaufen. Diese hier sind jedoch viiiiiel schöner :o) Last-Minute...wenn die Füllung da ist, braucht man nur 2 Stündchen für den Kalender.....das geht auch noch am 30.11.


Die ZahlenLabel sind fix mit Labelstanzer, Lochzange und weißem Stift auf schwarzem Karton gemacht. Noch ein paar Sterne, vielleicht braucht man die....

 Den Inhalt sortieren. Ihr seid da bestimmt kreativer : kleine Gutscheine für den Liebsten, Nagellack für die TeenagerTochter oder Schrauben für den Handwerker passen auch rein.....Die 15 fehlt. Komisch.

Eine Seite um den Klotz legen, der hier als Schablone dient und die vier Kanten markieren. Mit einem Cutter auf allen 24 Seiten die Markierungen übertragen. Zwischen den zwei schmalen Markierungen alle Seiten jeweils zwei mal falten, so kann man später die Tüten schön sauber verschließen. Jeweils ein Blatt mit den Falten nach oben legen, KlotzSchablone platzieren......

Seitennaht mit Kleber schließen. (Ich arbeite bei saugfähigem Material gerne mit Holzleim, weil er sehr schnell trocknet, transparent wird, elastisch bleibt und nicht so sehr stinkt....vielleicht bin ich als Tischlertochter aber auch einfach damit aufgewachsen.) Den Tütenboden nach den Bildern falten und mit einem weiteren Stück Papier und Kleber fixieren. 

Kurz trocknen lassen, füllen, oberen Rand einmal umfalten, mit einer Lochzange Löcher stanzen (nicht die Teebeutel lochen!!).....jetzt bloß nicht die vorsortierten Füllungen verwechseln ....und einen hübschen Verschluss kreieren. Schmale Bänder, Bäckerzwirn, Metall, Tape....ihr macht das schon.


Als ich meiner Mama den Kalender schenkte, schaute sie bedrückt zu Boden. Sie hatte mir noch nicht erzählt, daß sie krank ist und momentan keine Schokolade essen darf. Wir haben uns darauf geeinigt, daß sie den Kalender trotzdem nimmt und jeden Tag eine Kalendertüte verschenken darf....an Menschen mit denen sie eben Kontakt hat: Freunde, Verwandte, Nachbarn, Ärzte, Krankenschwestern, den Schornsteinfeger, dem Postboten, der KFZler, der die Winterreifen aufzieht..... :o) viele kleine Geschenke, viele Leute, die sich drüber freuen. Die 24 behält sie jedoch.

Ich verlinke heute zu Kerstins Lady DIY, dem Creadienstag und dem Upcycling-Dienstag von Nina....es gibt so viele tolle Adventskalenderideen da draußen. Ich steh echt drauf!!!
....für alle, die erst seit kurzem mitlesen. Das hier ist der Kalender von 2012 gewesen :o) hach, war der süß!

Ich verlinke meine Kalender ALLE zu Caro von the purple frog



Freitag, 21. November 2014

Ein Liebesbrief.

 

Liebster Herbst,
Bleib noch ein bisschen. Du tust mir so gut. Ich liebe Deine Farben. Wo holst Du sie her? Nur mit Dir ertrage ich diese unfassbar strahlenden goldgelben, orangenen und kupferroten Töne....zu anderer Zeit mag ich diesen Farbbereich nicht wirklich. Jetzt sehe ich mich satt daran. Genieße die vollen reifen Früchte. Esse so viele Äpfel bis ich platze. Selten sieht man mich ohne meiner Tasse Tee in der Nähe, deine Kälte ist so angenehm auf der Haut. Es prickelt verführerisch und zwingt zu Heißgetränken, die meine Hände wärmen. Du magst meine schön geföhnte Frisur nicht so gerne, mußt nochmal durchfegen. Schön wild im Moment, nur für Dich. Komm rein, kuschel Dich zu mir aufs Sofa. Nimm Dir was zu häkeln und lausche dem leisen Rauschen der Kerzen. Kannst Du es hören? Wegen Dir bin ich jetzt besonders gerne und ziemlich früh im Bett....ich nehm Dich mit. Du darfst ein paar meiner kuscheligen Wollsocken vom Schwiegertiger haben. 

Bald beginnt der Advent. Dann glitzert es wieder überall. Du machst Dich ganz langsam rar. Wirst grau und nass und unangenehm. Wer will Dich dann? Wo gehst Du hin? Neun Monate wird es dauern bis Du wiederkommst, quitschgelb und hellgrün mit Sonnenbrillenwetter. Ich werde Dich vermissen.....

Alles Liebe Deine Sandra.



Dieses Jahr mußte es pink Nagellack auf den Eicheln sein, eine Pinterest-Idee.
Kupferschalen HouseDoctor.
Ja, der Blätterzweig ist aus Kunststof...eine Jugendsünde, die wenigstens nicht bröselt.
Allerlei Sammelkram der kleinen Menchen dazu.
Papierlaub von Ikea, mit Kupferspray überzogen. 

Zugegeben, dieser Post klingt ein bisschen selbstverliebt....manchmal darf das.
Ein wundervolles Wochenende für Euch!!!


Verlinkt zum Freutag, denn jeder der liebt hat jeden Grund zur Freude.
Und gerade fällt mir auf, daß der kleine KupferVogelkäfig aus einer alten PC-Spule entstanden ist, die die Knöpfe ausgebaut hatten :o) .....PC-Upcycling für Nina.

Montag, 10. November 2014

Meine Wende-Geschichte.

Der Fall der Mauer vor 25 Jahren in der Sonnenallee


Duft kann Erinnerungen wecken. Blumendüfte begleiten mich durchs Leben. Honigsüßer Rosenduft, dann stehe ich plötzlich wieder vor der Standesbeamtin im Rathaus und sage "Ja". Phlox erinnert mich an meine Einschulung. Mama hatte damals meine Schultüte oben drauf mit einem Gebinde aus pinkfarbenem Gartenphlox geschmückt. Der duftete so wunderbar. Chrysanthemen erinnern mich an den Abend, als wir zum ersten mal rüber sind, in den Westen. Es war der 10.November 1989....heute vor 25 Jahren.

Ich bin ein Ostkind, ein Wendekind. Meine Kindheit in der DDR war wohlbehütet und gut. Trabbis fuhren nicht so schnell und eher selten, Straßenbahnen waren laut, überfahren wurde also niemand. Missbrauch gab es nicht mal im öffentlichen Sprachgebrauch. Wir waren frei, wir Kinder zumindest in unserem kleinen Leben. Wir hatten ein Dach über den Kopf und wenn wir bis um 15.00 Uhr die drei Kilometer bis zum Bäcker gelaufen waren, bekamen wir unser Brot für 20 Pfennige. Danach gab es nix mehr. Margarine und selbstgemachte Marmelade waren immer im Haus. Wenn wir am Wochenende mit den Eltern raus aufs Land zu den Großeltern fuhren, bekamen wir unseren Trabbi mit Äpfel, Kartoffeln und Eier voll geladen. Herrlich. Erst später, als ich groß war, begriff ich, warum die Gespräche in meiner großen Familie meist locker, leicht, freundlich und oberflächlich waren. Einer füllte unsere StasiAkten.

Mama und  Papa hatten meist am Wochenende eine Tüte voll Kaffee (250gr)  und wir Kinder waren meist am Wochenende im Kino. Mein Bruder und ich durften alleine mit der Straßenbahn fahren. Einmal ging das Gerücht in der Schule, es gäbe Kornflakes in einem der kleinen Lebensmittelgeschäfte, jwd, wir auf den Rädern hin und statt des Brotes eine Tüte Kornflakes geholt. Die Tüte war leer gefressen, bevor wir zu Hause ankamen. Am folgenden Tag mußten wir ohne Brote in die Schule. 

Hin und wieder kam ein seifig duftendes Päckchen aus dem Westen vom anderen Opa. Der war 1961 noch rüber und wollte eigentlich die Familie nachholen....  Seife, Strumpfhosen, Schokolade, Bonbons, einmal war eine Barbiepuppe für mich dabei. Das Geschenk für meinen Bruder habe ich wohl ausgeblendet :o)  Uns ging es gut. 

Am 9.November standen wir Kinder (ich 11 und er 12 Jahre alt) hinter dem Sofa, auf dem die Eltern saßen und Nachrichten sahen. Aktuelle Kamera 19.30 Uhr : Herr Schabowski verkündete im Nebensatz die Grenzöffnung. Meine Eltern erstarrten zu Salzsäulen. Wir schauten uns an, jubelten....und wurden dann in die Betten gescheucht. Am nächsten Morgen sind wir ganz normal zur Arbeit und Schule gegangen. Die Schule war leer gefegt. Die Hälfte der Schüler war nicht zum Unterricht erschienen und von den Lehrern nur die ganz roten. Gegen 12 Uhr wurden wir an diesem Freitag nach Hause geschickt. Als Papa endlich von Arbeit kam und Mama zur Arbeit verabschiedet war, machten wir drei uns (Papa, mein Bruder und ich) auf den Weg in den Westen. Papa parkte irgendwo in den Kleingärten in der Nähe der Sonnenallee. Beim Aussteigen fiel ich in einen Zaun, an dem sich nasse Chrysanthemen senkrecht hielten, trotz der Kälte. Dieser herbe Duft. 

Es war schon gegen 18.00 Uhr, als wir am Grenzübergang in der Sonnenallee ankamen. Der Strom Menschen machte es unmöglich einen anderen Weg zu gehen. Autos kamen nicht mehr vorwärts. Vor uns waren die Schlagbäume unten und die Pässe wurden kontrolliert. Es ging nicht weiter. Eine Stunde standen wir im dichten Gedränge....mit elf Jahren, ein Kopf kleiner, hatte ich nur Jacken um mich herum. Bedrohliche Enge, die von Papa hin und wieder mit schieben und bösen Blicken beseitigt wurde. Papas Hand ganz fest halten, meine Hand war schön warm. Ich rechts, mein Bruder links, standen wir und warteten. Es wurde laut "Wir sind das Volk" "Macht auf" "Freiheit, Freiheit, Freiheit!" ....plötzlich ging ein Kreischen durch die Menge und wir setzten uns alle gleichzeitig in Bewegung. Wir waren drüben. Mich überfiel die Angst, sie würden die Grenze hinter uns wieder schließen. Mama wäre alleine. Ich wollte nur noch nach Hause. Papa, ist ein prima Kerl, er holte das Begrüßungsgeld für uns drei und steuerte direkt den nächsten Kiosk an, wo wir jeder ein Überraschungsei bekamen. Ich ließ mich gerne bestechen :o)

Wir besuchten eine alte Tante, schlenderten durch das überfüllte West-Berlin, verloren Papas prall gefülltes Portemonnaie und fanden es wieder. Irgendwann ging es wieder Richtung Osten über die offene Grenze, ich hätte jeden Uniformierten knutschen können. An den Chrysanthemen vorbei, in den grünen Trabbi und schon waren wir zu Hause, bevor Mama ihre Spätschicht beendet hatte. Sie wurde kreidebleich, als wir ihr erzählten, was wir erlebt hatten und beruhigte sich erst, als Papa das Kilo WestKaffee auf den Tisch stellte.....auch sie ließ sich von ihm gerne bestechen. Es wurde ein wunderbares Wochenende. 

Das war ein Wendepunkt für viele, viele Menschen. Wir bekamen so viel Besuch von unserer großen Westfamilie. Ich wußte nicht, daß es so viele waren und wurden auch viel eingeladen. Der grüne Trabbi war also von Wilhelmshafen bis Nürnberg mit uns unterwegs. Sehr aufregend. Meine Eltern behielten beide ihre Arbeit. Wir mußten bald darauf Samstags nicht mehr in die Schule. Es gab keinen Fahnenappell mehr, die Pioniertücher schoben sich immer weiter nach unten in die Schubladen. Ich wurde ganz langsam erwachsen, verstand immer mehr und begriff, daß ich, wäre ich groß gewesen, auch an diese Grenze gestoßen wäre. Das ich ungemütlich geworden wäre. Sehr sicher. 

Weihnachten 1989 bekam ich einen rosa MickyMaus-Pullover, Schuhe für meine Barbie (die Kleidung des Plastikmädchens fertigte ich selbst, seit ich sie besaß), eine Heizung in mein Zimmer und eine Apfelsine ganz für mich alleine. Großartig!!!

Als ich erwachsen wurde, bekam ich immer mehr kleine und große Geschichten erzählt über meine Familie. Die Flucht des Großvaters, Enteignungen, Übergriffe, Mama hätte damals gerne Abitur gemacht und studiert, es wurde ihr verweigert, weil Opa nicht in der Partei war. Opa ist so stolz, daß wir drei Enkelmädchen alle studieren konnten....Freiheit ist das einzige, was zählt. So sang es damals Marius Müller-Westernhagen. Das entstand bereits vor der Wende! Damit bin ich groß geworden. Das hat mich und die Generation Wende begleitet und geprägt. Jetzt erst weiß ich die Freiheit wirklich zu schätzen. Die Freiheit zu lieben, zu leben und zu sagen, was ich will.  Ich Danke an dieser Stelle jenen, die raus gegangen und laut geworden sind und jenen, die friedlich blieben. Vielleicht macht es anderen Menschen mit Mauern Mut, diese endlich zu entfernen. 

Gestern Abend sah ich die weißen Luftballons in den Berliner Nachthimmel aufsteigen, im Fernsehen und telefonierte währenddessen mit meinem Papa. Ich bekam ne Gänsehaut. Er beschwerte sich, daß sie diese Kosten lieber in die Berliner Obdachlosen hätten investieren sollen. Ich fand die Installation wundervoll. Gut gelungen....sehr. Ich war leider diesmal nicht dabei :o)

Ein Macro dazu für Steffi.....im Kleinen ist die Welt bezaubernd.

Freiheit ist die Musik meines Lebens,
das Thema der "short stories" im November von Biene und Andrea.

Sonntag, 9. November 2014

MartinsGlühwein



 Am zweiten Samstag im November läuft hier durch den Ort einer der größten Sankt Martins-Züge im Rheinland. Rund 1000 Kinder mit Begleitung werden von drei Spielmannszügen gerahmt und ein echter, richtiger Sankt Martin mit Gefolge empfängt die Kinder nach der großen Runde durch den Ort am mächtigen Martinsfeuer. Wenn die Martinsweckchen, die in der örtlichen Bäckerei vormittags gebacken wurden, an Kinder und Geschwister verteilt sind, ziehen die Kinder in kleinen Grüppchen zu den Häusern, die liebevoll mit Kerzen, Lampions und Laternen geschmückt wurden, singen ihre Martinslieder und werden reichlich von den Bewohnern mit Süßkram, Obst oder Münzen belohnt. Die Kinder steigern sich in den Süßigkeiten-umsonst-Rausch, besprechen vorher genau ihre Aufstellung (die kleinen nach vorne) und die Lieder, gehen strategisch die kürzesten Wege von Tür zu Tür, bis uns Eltern irgendwann so kalt wird vom hinterherlatschen und warten, daß wir in Richtung häuslicher Wärme steuern. Wohlwissend, daß wir daß wir nix von der verführerischen Beute der singenden Zwerge abbekommen, schleichen wir noch schnell durch den Supermarkt um die Ecke, organisieren uns ein, zwei Flaschen Glühwein und etwas Knabberkram.


Dann beginnt der gemütliche Teil. Glühwein, ein paar Weihnachtsgewürze und Mandarinen auf kleiner Flamme zart geköchelt. Wir schwatzen, lachen, spielen das ein oder andere Spiel zusammen. Immer wenn es klingelt, gießen wir einen halben Liter Glühwein in den Topf dazu und rücken etwas mehr zusammen. Unsere engen Freunde wissen um die Tradition, die anderen folgen dem leckeren Duft. :o) Ein Freutag ist es, wenn man mit einem breiten Lächeln ins Bett stürzt. 

Die Kinder indes vergleichen und tauschen und verteilen ihre Beute untereinander, sehen sich ein paar Kinderfilme an, spielen und genießen den langen unbeobachteten Abend miteinander.

Die Glühweinbecher sind ein Mitbringsel vom letzten Jahr aus Münster.
 Ich stehe auf die kleinen rosa Häuer!


Mein Samstagskaffee bei Ninja, die ob der Heißgetränkwahl und der Terminlichkeit immer sehr tolerant ist ...DANKESCHÖN :o)..... ist Glühwein und konnte aufgrund des fortschreitenden Abends nicht mehr online gehen....aber heute! 

Morgen erzähle ich euch, was ich vor 25 Jahren in der Sonnenallee erlebt habe, stay tuned und habt einen schönen Sonntag!

Donnerstag, 30. Oktober 2014

KuschelEckenOptimierung

Der frühe Abend und die nasse Kälte, die bis in die Knochen kriecht, treibt meine kleinen Kerle unter die Kuscheldecken aufs Sofa. Wenn ich mich dazu geselle und ein neues Buch vorlese....Glück in Dosen! Die nette Ecke wollte aufgefrischt werden, helle Kissen schmuddeln viel zu schnell ein mit drei wilden Kerlen und nem Kater. Als der Mann in Kur war, sammelte ich also die LieblingsKleidungsReststücke (von hier, hier und hier) und stückelte drei Wochen lang vor mich hin....genug Platz im Haus und niemand, der sich über die Fusseln beklagt. :o)  Es entstanden fünf Patchworkkissen (zwei mal kind of log cabin) und eines bekam einfach eine gehäkeltes Probestück aufgesetzt, weil die Struktur so hübsch war. Alle Kissen haben einen verdeckten Reißverschluss, in Hotelverschlussoptik. Natürlich ist dieses Sofa nur aufgeräumt, wenn niemand drauf sitzt :o) ....und das ist vollkommen ok. für uns.



Mein Favorit: ein uraltes türkises SeidenSatinEinstecktuch mit canadian smok versehen, die Technik wollte probiert werden und ist ausbaufähig, mit einem traumschönen Samt in graubraun kombiniert. Die wilden Kerle rupfen dran rum *nicht lustig* 
(Kissen türkis: IKEA)





 Habe gerade mal kurz meinen nicht fertigen 365-Tage Quilt drauf gelegt....auweia, grenzwertig.

Bin beim RUMS dabei.
Kuschelige Grüße, ihr Lieben!!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Die Kleinigkeiten.

Ich mag es nicht, wenn sich jemand dafür entschuldigt, daß er so lange nichts geschrieben hätte, daß er nicht anrief oder eine andere Art der Kommunikation mit mir versäumt hätte, weil es einfach nicht gepasst hätte in dem Moment. So ist das eben, wenn die vielen tausend Kleinigkeiten im Leben an drei Wochen im Jahr stattfinden. Auch ich werde mich jetzt nicht entschuldigen, daß ich so lange nichts mehr geschrieben habe.....aber vielen Dank für eure Anrufe und e-mails! Nehmt die Suchanzeigen zurück :o) Ich bin ja da und mir geht es gut. Diese vielen Kleinigkeiten, die bestimmt jeden von euch schonmal überrollt haben: Winterausstattungen für die Kinder und Autos organisieren, Wohnung umräumen für den drinnen-Modus, Garten winterfest machen, Steuern, Zahnarzt und Impfen, bei uns immer im Herbst. Der Herbst, mein Bester, er möchte auch beachtet werden und gibt mit knallenden Farben, schöner Kälte und RaschelLaub richtig an!

Die Chronologie der letzten Wochen, falls es interessiert:
  • Der Mann ist 3 Wochen auf Kur.
  • Ein Blitz schlägt ein.
  • Die ersten Geräte werden ersetzt, ich muss mit einem neuen PC zurecht kommen....bin doch so ein Gewohnheitstier (zumindest im technischen Bereich). Die Bilder fertig machen, artet in Arbeit aus.
  • Mann ist wieder eine Woche unterwegs.
  • Ferien.
  • Ich bin eine Woche allein bei meiner Freundin in München (MAMA macht Urlaub !!) Wer wollte, konnte das auf Instagram verfolgen.
  • Das Bloggertreffen der Rheinländer in Brühl, organisiert von Sonja. Was für ein schöner, lebendiger, kreativer Austausch mit den echten Menschen hinter den Blogs....oder: ein schnatternder Haufen verrückter Hühner zog durch den Brühler Schlossgarten auf der Suche nach rosa Schlösser. Anke, Ninja, StephanieVanessa und Sonja haben ihren Job ordentlich gemacht und Bericht erstattet (wer noch, bitte melden!).....ich habe Koffer ausgepackt und mit meinen Söhnen gespielt und gekuschelt.
  • Kindergeburtstag vom kleinen Knopf....herrlich unaufgeregt und gemütlich.
  • Zwei wunderbare Tage mit lieben alten Freunden verbracht.
  • Ein zweites Babyset war gewünscht für die kleine Cousine (ohne Bilder, denn es war diesem sehr ähnlich.)
  • Magen-Darm-Virus.
  • Ferienende.
  • Noch ein Blitzschlag ohne Strom, was bleibt sind tausend unbeantwortete Fragen an ihn.
  • Versicherung übernimmt Blitzschaden....Gottseidank!
  • Was poste ich nur ? Was poste ich nur?....huch, neue Leser (Herzlich Willkommen!) und wieso hab ich so viele KlickS, obwohl ich so wenig schreibe?
Es entstehen bereits die ersten Weihnachtsgeschenke, die ich zeigen wollte, bis mir die Empfängerin neulich mitteilte, daß sie "jetzt endlich auch mal in den Blog geschaut hätte". Aha, sehr schön! Notiz für mich : den Post erst nach Weihnachten online stellen :o)  Alles andere wird nicht so schnell fertig oder ist so klein und unwichtig, daß ich es im Blog nicht zeigen muss. Direkt nach dem Blitzschlag, in der Woche ohne PC entstanden zum Beispiel fünf neue Nachthemden. Alte Shirts verwendet und mit neuem Jersey (Stenzo) kombiniert. Ein RaglanKleiderschnitt von Simplicity, stark abgewandelt.....aber Nachthemden im Blog. Ehrlich, das muß nicht sein!

Diese Kleinigkeit entstand schon vor längerer Zeit. Bestimmt lasse ich es bald auf Karten drucken, oder so. Mein Kollege aus Studienzeiten war so freundlich, es Kurz mal fest zu halten für diese Bilder. "Keine Kleidchen machen!" hat unser Professor immer gesagt: Linien, Gebilde, Gestaltung, Kunst...und tragbar sollte es auch sein. Ok., das ist nur für den Holzherren "tragbar" :o)





 Upcyceln wir wieder? Helft mir kurz! Altes Papier aus noch älterem Buch, Band aus einem Pullover entfernt und eine Büroklammer als Bügel. In den letzten Wochen denke ich oft an die Frage einer Lieben "Warum machst du das? Wir haben früher auch unsere Kinder bekommen, Kuchen gebacken und genäht und NICHT drüber geschrieben!" Vielleicht sollte es nicht so vorwurfsvoll klingen. Es hallt aber zu sehr nach, als das ich es ignorieren könnte. Vielleicht sollte es doch mehr Kunst sein und weniger Kleidchen machen? Ich werde es sehen, wenn es so weit ist. Hoffentlich. 

Wer bis hier durchgehalten hat, bekommt dann doch noch die Nachthemden. Wer es nicht sehen mag, klickt weg :o)
Mein Blog!
Lieben, lachen, Sachen machen.....genauso geht es weiter. 

Macht was, ihr Lieben!

Creadienstag und Upcycling

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