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Mittwoch, 11. Mai 2016

TigerTage

Ich hätte mich für jeden Weg entscheiden können, an diesem grauen Morgen im Januar.
Es ist mein Leben. Mein Weg. Und dennoch lief ich kopflos und ziellos querfeldein über die gefrorene Wiese. Fiel kopfüber in ein tiefes Loch. Kopflose können nicht sehen. Als meine Augen sich an das Dunkel gewöhnt hatten, bemerkte ich, dass ich nicht alleine war. Ein riesiger Tiger beobachtete mich vom anderen Ende der Höhle. Er war sichtlich erfreut.
"Du bist nicht tot!", sagte er. Er hatte Recht.
Ich war am Leben, ein guter Grund zur Freude.
Ich bemerkte Knochenreste um mich herum. Hühnchen, Mäuschen, Vögelchen, Häschen und ein paar Schlangen, ohne Fell und Fleisch, sauber abgeschleckt. Ich war stocksteif vor Angst. Der Tiger sah, wie ich ängstlich die Knochenberge beäugte.
"Die waren schon tot, als sie hier unten ankamen. Oder fast. Und sie waren sehr lecker!" Der Tiger grinste in seinen angegrauten Bart. Ich starrte ihn mit großen Augen an.
"Hab keine Angst, ich fresse Dich nicht.", schnurrte er milde.
"Wie kann ich Dir glauben?", flüsterte ich.
"Ich bin seit Jahren allein und freue mich so sehr über Deine Gesellschaft, bitte glaube mir! Ich sage die Wahrheit.", dabei sah er mir direkt in die Augen und ich musste es ihm einfach glauben.
"Also gut, die Wahrheit." Einen Versuch war es wert und ich kam ohne Hilfe sowieso nicht allein aus diesem Loch. Ich musste mich mit dem Tiger arrangieren.

An langen Abenden und Nächten erzählten wir uns tief unter der Wiese, eng aneinander geschmiegt, die Geschichten unser beider Leben. Es war schön zuzuhören. Es war schön, daß jemand zuhörte. Es war irrsinnig kalt in diesen Wintertagen und es war wundervoll, daß mich dieser schöne alte Tiger wärmte. Er saß schon seit Jahren hier unten, war aber eigentlich ganz zufrieden. Hin und wieder fielen ihm Leckereien vor die Füße.  Er war satt und hatte seine Ruhe. Er konnte den Himmel sehen. Mal Blau, mal mit Wolken, selten schauten Sonne, Mond oder Sterne zu ihm hinunter. Diese Augenblicke waren magisch für den Tiger. Er hatte seine Zeit ganz für sich. Keiner störte ihn.
Ich erzählte ihm von meiner kleinen Welt dort oben. Von meinem Leben, meinen Freunden, meiner Familie, meinen Freuden. Dem Genuss und dem Leid. Vom Leben und Lieben, er hörte zu und lernte. Wir genossen unsere Zeit miteinander. Allein zu zweit in der Wärme des Miteinanders im tiefen Winter unter der Wiese.

Eines Tages stand er auf. Er füllte die Höhle fast vollständig mit seinem Körper.
„Steh auf, es ist Zeit. Du musst Dich bewegen, sonst wirst Du alt hier unten in der Höhle, in der Einsamkeit.“, bestimmte er.
„Aber das möchte ich. Alt werden mit Dir, mein Tiger.“, bettelte ich.
Er lächelte mich milde an: „Wir können nicht zusammen alt werden. Du musst in Deine Welt zurück. Sie vermissen Dich. Deine Welt ist bunt und schön und lebendig. Das möchte ich sehen. Dich in Deiner Welt. Du kannst hier unten nicht glücklich sein, nicht alt werden. Und ich möchte hier unten nicht noch älter werden.“
Mit dem langen weichen Tigerschwanz trocknete er meine Tränen.

„Wir müssen jetzt das Loch verlassen. Leere Deine Taschen aus. Lass alles zurück, was Du nicht mehr brauchst. Du musst leicht sein wie eine Feder. Du wirst jetzt fliegen!" Er stellte sich auf die Hinterbeine, nahm mich sachte in die großen Tigerpfoten und schleuderte mich hoch zur Oberfläche. Dann nahm er seine Kraft zusammen, sprang so hoch er konnte und erreichte kurz nach mir die Oberfläche. Er hätte zu jeder Zeit allein die Höhle verlassen können, es brauchte nur jemanden, der ihm einen Grund dafür gibt.

Wir blinzelten in die helle Frühlingssonne. Es war bereits April geworden. Der Frühling duftete, die Sonne wärmte das Fell. Er sah sich um. "Ich hatte vergessen, wie weit der Himmel ist. Mein Himmel dort unten war nur so weit wie meine Barthaare reichten." 
Mein Tiger beugte sich zu mir herunter, setzte seine dicke Tigernase auf meine, schnurrte mir zu, ließ sich Zeit. Dann stakste er auf seinen hageren Beinen, die die Bewegung nicht gewohnt waren, in Richtung Wald. Er wusste noch, wo er hingehörte. Seine Familie würde sich freuen, ihn wieder zu sehen.

Ich lächelte zufrieden hinterher mit tränennassen Augen. Wir haben uns beide gerettet. Gegenseitig und miteinander. Ich war um einen ungewöhnlichen Freund in meinem Leben reicher. Mein Weg hatte mich in ein tiefes Loch gestürzt. Ich musste fliegen lernen, um dort wieder heraus zukommen. Ich hatte einen Freund gefunden, der mir dabei geholfen hat. Ohne ihn wäre ich nicht mehr an die Oberfläche gelangt. Ich wusste zwar immer noch kein Ziel und keinen Weg, aber ich war zuversichtlich, dass egal, was passieren würde, es einen Ausweg gibt. Alles war gut.

Der Tiger ist mein Freund geblieben, ich hab ihn sehr gern. Manchmal treffen wir uns und erzählen einander die Geschichten, die wir erleben. Hören zu und verstehen. Sind füreinander da, wenn einer von uns dem Loch in der Wiese zu nahe kommt. Genießen das Leben, hier und jetzt, nicht miteinander, aber in der Nähe, und werden alt.

edit: Eine Geschichte, ist eine Geschichte, ist eine Geschichte... 
Nach vielen Texten und Worten in meinem Leben, mit denen ich die Menschen in meiner Umgebung berühre, habe ich mich entschlossen, etwas mehr zu schreiben. Das Nähen bleibt, das Zeichnen auch, verrückte Ideen sowieso....demnächst wieder mehr. 



Montag, 10. November 2014

Meine Wende-Geschichte.

Der Fall der Mauer vor 25 Jahren in der Sonnenallee


Duft kann Erinnerungen wecken. Blumendüfte begleiten mich durchs Leben. Honigsüßer Rosenduft, dann stehe ich plötzlich wieder vor der Standesbeamtin im Rathaus und sage "Ja". Phlox erinnert mich an meine Einschulung. Mama hatte damals meine Schultüte oben drauf mit einem Gebinde aus pinkfarbenem Gartenphlox geschmückt. Der duftete so wunderbar. Chrysanthemen erinnern mich an den Abend, als wir zum ersten mal rüber sind, in den Westen. Es war der 10.November 1989....heute vor 25 Jahren.

Ich bin ein Ostkind, ein Wendekind. Meine Kindheit in der DDR war wohlbehütet und gut. Trabbis fuhren nicht so schnell und eher selten, Straßenbahnen waren laut, überfahren wurde also niemand. Missbrauch gab es nicht mal im öffentlichen Sprachgebrauch. Wir waren frei, wir Kinder zumindest in unserem kleinen Leben. Wir hatten ein Dach über den Kopf und wenn wir bis um 15.00 Uhr die drei Kilometer bis zum Bäcker gelaufen waren, bekamen wir unser Brot für 20 Pfennige. Danach gab es nix mehr. Margarine und selbstgemachte Marmelade waren immer im Haus. Wenn wir am Wochenende mit den Eltern raus aufs Land zu den Großeltern fuhren, bekamen wir unseren Trabbi mit Äpfel, Kartoffeln und Eier voll geladen. Herrlich. Erst später, als ich groß war, begriff ich, warum die Gespräche in meiner großen Familie meist locker, leicht, freundlich und oberflächlich waren. Einer füllte unsere StasiAkten.

Mama und  Papa hatten meist am Wochenende eine Tüte voll Kaffee (250gr)  und wir Kinder waren meist am Wochenende im Kino. Mein Bruder und ich durften alleine mit der Straßenbahn fahren. Einmal ging das Gerücht in der Schule, es gäbe Kornflakes in einem der kleinen Lebensmittelgeschäfte, jwd, wir auf den Rädern hin und statt des Brotes eine Tüte Kornflakes geholt. Die Tüte war leer gefressen, bevor wir zu Hause ankamen. Am folgenden Tag mußten wir ohne Brote in die Schule. 

Hin und wieder kam ein seifig duftendes Päckchen aus dem Westen vom anderen Opa. Der war 1961 noch rüber und wollte eigentlich die Familie nachholen....  Seife, Strumpfhosen, Schokolade, Bonbons, einmal war eine Barbiepuppe für mich dabei. Das Geschenk für meinen Bruder habe ich wohl ausgeblendet :o)  Uns ging es gut. 

Am 9.November standen wir Kinder (ich 11 und er 12 Jahre alt) hinter dem Sofa, auf dem die Eltern saßen und Nachrichten sahen. Aktuelle Kamera 19.30 Uhr : Herr Schabowski verkündete im Nebensatz die Grenzöffnung. Meine Eltern erstarrten zu Salzsäulen. Wir schauten uns an, jubelten....und wurden dann in die Betten gescheucht. Am nächsten Morgen sind wir ganz normal zur Arbeit und Schule gegangen. Die Schule war leer gefegt. Die Hälfte der Schüler war nicht zum Unterricht erschienen und von den Lehrern nur die ganz roten. Gegen 12 Uhr wurden wir an diesem Freitag nach Hause geschickt. Als Papa endlich von Arbeit kam und Mama zur Arbeit verabschiedet war, machten wir drei uns (Papa, mein Bruder und ich) auf den Weg in den Westen. Papa parkte irgendwo in den Kleingärten in der Nähe der Sonnenallee. Beim Aussteigen fiel ich in einen Zaun, an dem sich nasse Chrysanthemen senkrecht hielten, trotz der Kälte. Dieser herbe Duft. 

Es war schon gegen 18.00 Uhr, als wir am Grenzübergang in der Sonnenallee ankamen. Der Strom Menschen machte es unmöglich einen anderen Weg zu gehen. Autos kamen nicht mehr vorwärts. Vor uns waren die Schlagbäume unten und die Pässe wurden kontrolliert. Es ging nicht weiter. Eine Stunde standen wir im dichten Gedränge....mit elf Jahren, ein Kopf kleiner, hatte ich nur Jacken um mich herum. Bedrohliche Enge, die von Papa hin und wieder mit schieben und bösen Blicken beseitigt wurde. Papas Hand ganz fest halten, meine Hand war schön warm. Ich rechts, mein Bruder links, standen wir und warteten. Es wurde laut "Wir sind das Volk" "Macht auf" "Freiheit, Freiheit, Freiheit!" ....plötzlich ging ein Kreischen durch die Menge und wir setzten uns alle gleichzeitig in Bewegung. Wir waren drüben. Mich überfiel die Angst, sie würden die Grenze hinter uns wieder schließen. Mama wäre alleine. Ich wollte nur noch nach Hause. Papa, ist ein prima Kerl, er holte das Begrüßungsgeld für uns drei und steuerte direkt den nächsten Kiosk an, wo wir jeder ein Überraschungsei bekamen. Ich ließ mich gerne bestechen :o)

Wir besuchten eine alte Tante, schlenderten durch das überfüllte West-Berlin, verloren Papas prall gefülltes Portemonnaie und fanden es wieder. Irgendwann ging es wieder Richtung Osten über die offene Grenze, ich hätte jeden Uniformierten knutschen können. An den Chrysanthemen vorbei, in den grünen Trabbi und schon waren wir zu Hause, bevor Mama ihre Spätschicht beendet hatte. Sie wurde kreidebleich, als wir ihr erzählten, was wir erlebt hatten und beruhigte sich erst, als Papa das Kilo WestKaffee auf den Tisch stellte.....auch sie ließ sich von ihm gerne bestechen. Es wurde ein wunderbares Wochenende. 

Das war ein Wendepunkt für viele, viele Menschen. Wir bekamen so viel Besuch von unserer großen Westfamilie. Ich wußte nicht, daß es so viele waren und wurden auch viel eingeladen. Der grüne Trabbi war also von Wilhelmshafen bis Nürnberg mit uns unterwegs. Sehr aufregend. Meine Eltern behielten beide ihre Arbeit. Wir mußten bald darauf Samstags nicht mehr in die Schule. Es gab keinen Fahnenappell mehr, die Pioniertücher schoben sich immer weiter nach unten in die Schubladen. Ich wurde ganz langsam erwachsen, verstand immer mehr und begriff, daß ich, wäre ich groß gewesen, auch an diese Grenze gestoßen wäre. Das ich ungemütlich geworden wäre. Sehr sicher. 

Weihnachten 1989 bekam ich einen rosa MickyMaus-Pullover, Schuhe für meine Barbie (die Kleidung des Plastikmädchens fertigte ich selbst, seit ich sie besaß), eine Heizung in mein Zimmer und eine Apfelsine ganz für mich alleine. Großartig!!!

Als ich erwachsen wurde, bekam ich immer mehr kleine und große Geschichten erzählt über meine Familie. Die Flucht des Großvaters, Enteignungen, Übergriffe, Mama hätte damals gerne Abitur gemacht und studiert, es wurde ihr verweigert, weil Opa nicht in der Partei war. Opa ist so stolz, daß wir drei Enkelmädchen alle studieren konnten....Freiheit ist das einzige, was zählt. So sang es damals Marius Müller-Westernhagen. Das entstand bereits vor der Wende! Damit bin ich groß geworden. Das hat mich und die Generation Wende begleitet und geprägt. Jetzt erst weiß ich die Freiheit wirklich zu schätzen. Die Freiheit zu lieben, zu leben und zu sagen, was ich will.  Ich Danke an dieser Stelle jenen, die raus gegangen und laut geworden sind und jenen, die friedlich blieben. Vielleicht macht es anderen Menschen mit Mauern Mut, diese endlich zu entfernen. 

Gestern Abend sah ich die weißen Luftballons in den Berliner Nachthimmel aufsteigen, im Fernsehen und telefonierte währenddessen mit meinem Papa. Ich bekam ne Gänsehaut. Er beschwerte sich, daß sie diese Kosten lieber in die Berliner Obdachlosen hätten investieren sollen. Ich fand die Installation wundervoll. Gut gelungen....sehr. Ich war leider diesmal nicht dabei :o)

Ein Macro dazu für Steffi.....im Kleinen ist die Welt bezaubernd.

Freiheit ist die Musik meines Lebens,
das Thema der "short stories" im November von Biene und Andrea.

Sonntag, 9. November 2014

MartinsGlühwein



 Am zweiten Samstag im November läuft hier durch den Ort einer der größten Sankt Martins-Züge im Rheinland. Rund 1000 Kinder mit Begleitung werden von drei Spielmannszügen gerahmt und ein echter, richtiger Sankt Martin mit Gefolge empfängt die Kinder nach der großen Runde durch den Ort am mächtigen Martinsfeuer. Wenn die Martinsweckchen, die in der örtlichen Bäckerei vormittags gebacken wurden, an Kinder und Geschwister verteilt sind, ziehen die Kinder in kleinen Grüppchen zu den Häusern, die liebevoll mit Kerzen, Lampions und Laternen geschmückt wurden, singen ihre Martinslieder und werden reichlich von den Bewohnern mit Süßkram, Obst oder Münzen belohnt. Die Kinder steigern sich in den Süßigkeiten-umsonst-Rausch, besprechen vorher genau ihre Aufstellung (die kleinen nach vorne) und die Lieder, gehen strategisch die kürzesten Wege von Tür zu Tür, bis uns Eltern irgendwann so kalt wird vom hinterherlatschen und warten, daß wir in Richtung häuslicher Wärme steuern. Wohlwissend, daß wir daß wir nix von der verführerischen Beute der singenden Zwerge abbekommen, schleichen wir noch schnell durch den Supermarkt um die Ecke, organisieren uns ein, zwei Flaschen Glühwein und etwas Knabberkram.


Dann beginnt der gemütliche Teil. Glühwein, ein paar Weihnachtsgewürze und Mandarinen auf kleiner Flamme zart geköchelt. Wir schwatzen, lachen, spielen das ein oder andere Spiel zusammen. Immer wenn es klingelt, gießen wir einen halben Liter Glühwein in den Topf dazu und rücken etwas mehr zusammen. Unsere engen Freunde wissen um die Tradition, die anderen folgen dem leckeren Duft. :o) Ein Freutag ist es, wenn man mit einem breiten Lächeln ins Bett stürzt. 

Die Kinder indes vergleichen und tauschen und verteilen ihre Beute untereinander, sehen sich ein paar Kinderfilme an, spielen und genießen den langen unbeobachteten Abend miteinander.

Die Glühweinbecher sind ein Mitbringsel vom letzten Jahr aus Münster.
 Ich stehe auf die kleinen rosa Häuer!


Mein Samstagskaffee bei Ninja, die ob der Heißgetränkwahl und der Terminlichkeit immer sehr tolerant ist ...DANKESCHÖN :o)..... ist Glühwein und konnte aufgrund des fortschreitenden Abends nicht mehr online gehen....aber heute! 

Morgen erzähle ich euch, was ich vor 25 Jahren in der Sonnenallee erlebt habe, stay tuned und habt einen schönen Sonntag!

Montag, 4. August 2014

Die Welt....


....kam in einer Kiste. Habe diesen tollen alten Globus gestern geschenkt bekommen von der LieblingsLilly....und mich gefreut. Er ist aus Glas, etwa 45 cm im Durchmesser und hat zwei Achsen.....da steht Australien Kopf!


Quadratischer Holzfuß mit Messingaufhängung. Kabel im Messington und Bakelitanschalter. Soviel zur Hardware. Inhaltlich komme ich ins schleudern:
Nordschleswig ist bereits an Dänemark angegliedert....nach 1920!
Es gibt Thailand....nach 1939!
Nord und Südkorea sind noch nicht komplett getrennt.
Es gibt Israel....1948.
Es gibt Südwestafrika 1919-1990 und Südrhodesien 1965.
Es gibt Ceylon ...bis 1972
Es gibt die Sowjetunion 1922-1991

Geschichtsexperten bitte mal nach VORNE!


 .....die Deutschlandkarte ist jedoch die von 1937.....ein Fehler, ein Fauxpas?

Ein Schätzchen allemal. Ich mag die türkisen Meere, die eingezeichneten Meeresstömungen und alten Schiffsrouten. Bremerhaven-Australien ....was für eine irre Reise!

Anne sammelt Schätzchen an jedem MonatEersten.....sei lieb gegrüßt!!!
Ein Makro, oder nicht?

Montag, 13. Januar 2014

mein erstes *SCHAKKA* 2014

....ist grau. Und geht damit ganz einfach zu Nic. Ich liebe diese BIWYFI-Projekte mit Farben. Wird es dieses Jahr gaaaanz viele geben, hat sie gesagt! An möglichst vielen teilzunehmen, ist eine meiner vielen Ideen für 2014. 

Im letzten Jahr habe ich schon so viel verändert in meinem Leben, daß es dieses Jahr richtig schwer war, etwas ganz und gar Neues in mein Leben einzufügen. Letzten Sommer habe ich meinen Minijob gekündigt und endlich den Weg in die Selbständigkeit gefunden. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich habe wieder mit dem Laufen angefangen und ein paar weitere Kleinigkeiten in Richtung gesünderer Ernährung unternommen.....zum Nachtisch nur noch Obst z.B. Schokobananen! :o) Ich habe das große Glück, derzeit gesund und sehr zufrieden zu sein.....ABER

Es gibt in meinem wie auch in jedem anderen Leben diese kleinen Klippen, um die man jeden Tag hübsch artig herum schippert. Kleine Unannehmlichkeiten, kleine Ängste......sie sind da, und man lebt mit ihnen. Ich meine nicht diese großen grundlegenden Ängste, die das Leben zur Qual machen und alles in Frage stellen. Nein, ich meine diese kleinen Schrulligkeiten : den Piloten mit Höhenangst, den gestandenen Kraftfahrer, dem beim Fahren in einer Großstadt der kalte Schweiß ausbricht. Ich habe eine Freundin mit Angst vor Rolltreppen. Sind wir gemeinsam unterwegs, so nehme ich selbstverständlich die Hand meines kleinen Knopfes und ihre Hand, bevor wir auf eine Rolltreppe gehen....alleine fährt sie Fahrstuhl oder geht Treppe. Kleine Ängste mit denen trotzdem der Alltag gut zu bewerkstelligen ist.....habt ihr so etwas auch?

Während des Studiums habe ich mich vor der Verarbeitung von Jersey erfolgreich gedrückt....dieses flutschige, unberechenbare Zeug! Grausam! Jetzt, ihr wisst es, gebe ich Kurse zu dem Thema. Bis zum Sommer 2012 gab es da diesen Bammel vor dem Einarbeiten von nahtverdeckten Reißverschlüssen. Nach den drei Sommerkleidern war das Thema durch! Paspeltaschen finde ich auch nicht soooo leicht. Paspeltaschen in Jersey einzuarbeiten, war schlicht undenkbar! Bis gestern :

....und es war gar nicht schwer. Hoffe, bis zum MMM ist der Jerseyblazer fertig.

Das ist also mein guter Vorsatz für dieses Jahr : ein paar meiner ulkigen Ängste so reduzieren, daß sie in hübsche kleine Kisten passen, sie mit Washi-Tape ordentlich verschließen und zu den vielen anderen kleinen Schachteln ganz hinten auf des alte verstaubte Regal im Keller legen, um sie zu vergessen und beim nächsten Umzug einfach zu entsorgen......meine erste Short Story für Bines und Andreas Sammlung. Ein bisschen mehr Inhalt zu den tollen Bildern hier im Bloggerleben. Ich bin gerne dabei ;o)

Beim Königskind gibts Decken....Quilts, hübsch langsam.....ein Jahr darf die Bearbeitung dauern. Und seit Uli erklärt hat, daß die Stoffe nicht quadratisch sein müssen, bin ich dabei. Meine Stoffe liegen bereits seit über einem Jahr im Schrank. Sie zu verarbeiten, war bisher noch nicht die Zeit.....die Stoffe verwenden, mit denen ich im Alltag arbeite, funktioniert nicht! Das sind einfach zu viele Bekleidungsstoffe : Leinen, Seide, Jersey etc. Ich verarbeite also einfach diesen Stapel! UND ich kann echt nicht anders, es müssen Hexagons werden.....aber die Zusammensetzung (immer 3, ganz klar) folgt genau wie bei euch anderen auch keinem bestimmten Plan. Es ist ab jetzt mein erklärtes HOBBY! Ende diesen Jahres werden alle Decken fertig sein, bestimmt eine hübscher als die andere.....freufreufreu!

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